Mammographie-Screening

Das Screening-Programm im Kreis Borken


Alle Frauen von 50 bis 69 Jahren werden von einer öffentlichen Stelle, der Zentralen Stelle in Münster, zur Mammographie anhand von Daten des Melderegisters persönlich und schriftlich unter Angabe des Ortes und des Termins der Untersuchung eingeladen. Dabei werden die landesrechtlichen Datenschutzbestimmungen eingehalten. Den in dem Einladungsschreiben vorgeschlagenen Termin können die Frauen bei der Zentralen Stelle unter der Telefonnummer des Info-Telefons 0251-929 5000 verlegen. Alternativ können interessierte Frauen, die noch nicht eingeladen wurden, unter der gleichen Nummer einen Termin vereinbaren. Frauen, die ohne festen Termin in der festen Mammograhie-Einheit in Bocholt oder im Mammobil erscheinen, müssen mit Wartezeiten rechnen.

 

Die Untersuchung findet für Frauen aus Bocholt, Rhede und Isselburg seit März 2006 in der festen Mammographie-Einheit im St.-Agnes-Hospital in Bocholt statt. Alle anderen Frauen des Kreises Borken werden in die mobile Einheit, das sogenannte "Mammobil", eingeladen, das seit Juli 2006 im Zweijahresrhythmus durch die übrigen Städte und Gemeinden des Kreises Borken fährt.

 

Beide Mammographie-Einheiten gleichen in etwa einer normalen Arztpraxis mit Anmeldung, Warte-, Umkleide- und Untersuchungsräumen. Dort werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen durch speziell ausgebildete Röntgenassistentinnen erstellt. Die Aufnahmen werden von zwei geschulten Ärzten unabhängig voneinander begutachtet. Bei etwa 95 % aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. In diesem Fall werden die Frauen, mit Zustimmung auch der Gynäkologe und Hausarzt, innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung schriftlich benachrichtigt  und in zwei Jahren erneut zum Mammographie-Screening eingeladen.

 

Verdachtsfälle werden in eine Konsensuskonferenz, bestehend aus den Befundern und dem Programmverantwortlichen, eingebracht, kollegial beraten und unter Zuhilfenahme von eventuellen Voraufnahmen abschließend einheitlich beurteilt.

 

Bleibt der Verdacht bestehen, bekommt die Frau eine schriftliche Einladung zu einer kurzfristigen Abklärungsdiagnostik, zu der auf Wunsch ihr Gynäkologe oder Hausarzt teilnehmen kann. Bei der Abklärung führt der Programmverantwortliche nach einem Aufklärungsgespräch weitere Untersuchungen zur Abklärung des Verdachtes durch. Dazu gehört vor allem die Ultraschalluntersuchung und/oder zusätzliche Röntgenaufnahmen, selten die sogenannte Biopsie.

 

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass 80 % der Frauen, die wegen einer auf älligen Mammographie erneut eingeladen wurden, keinen Brustkrebs hatten. Das Ergebnis der Abklärungsdiagnostik erhalten die Frauen innerhalb von siebenWerktagen nach der Einladung zur Abklärungsuntersuchung.