Spatenstich unterm Regenschirm

St.-Agnes-Stiftung baut für sechs Millionen Euro ein Ärztehaus am Krankenhaus

 

Es regnete in Strömen, als Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann und Dr. Günter Jeschke gestern ihre Spaten in die Erde neben dem Krankenhausparkplatz stachen. "Wir werden später sagen, wir haben etwas im Regen gestanden, aber wir waren an einem denkwürdigen Tag dabei", hatte Gehrmann vorher gesagt. Am Stiftungstag der St.-Agnes-Stiftung, dem Mittwoch nach Pfingsten, starteten sie symbolisch den Bau des Ärztehauses II.

 

Für knapp sechs Millionen Euro baut die Krankenhausstiftung am ehemaligen Standort des inzwischen abgetragenen Gewächshauses (das BBV berichtete) ein zweigeschossiges Praxishaus. Als Mieter stehen bereits fest: die Kardiologen Dr. Günter Jeschke und Dr. Martin Wissing, Dr. Christa Jung-Jeschke (Innere Medizin), Dr. Benedikt Matenaer (Schmerztherapie) und der Radiologe Dr. Martin Krüger mit Partnern.

 

Seit sich im Krankenhaus Zentren wie das Brust-, Darm- oder Prostatazentrum gegründet hatten, äußerten niedergelassene Ärzte immer öfter den Wunsch nach Praxisräumen in Krankenhausnähe, so Geschäftsführer Ludger Hellmann. Denn die Zentren mit ihren teuren Geräten arbeiten eng mit den Fachärzten zusammen.

 

Das neue Ärztehaus II wird im Obergeschoss über eine Brücke mit dem Krankenhaus verbunden sein. Im dritten Quartal 2011 soll das 4665 Quadratmeter große Gebäude bezugsfertig sein. Im 2001 gesbauten ersten Ärztehaus sind unter anderem ein Dialysezentrum und eine Frauenarztpraxis untergebracht.

 

Die Stiftung habe sich entschieden, "tief in den Sparstrumpf zu greifen", sagte Pfarrer Gehrmann, um die "möglichst besten Bedingungen für die Krankenpflege zu schaffen". Mit dem Bau gehe die Stiftung "einen bedeutenden Schritt nach vorne" und setze ein Zeichen für die niedergelassenen Ärzte, "dass es sinnvoll ist, sich in der Nähe eines großen Krankenhauses anzusiedeln".

 

Dr. Günter Jeschke als einer der ersten Mieter freut sich auf kurze Wege für seine Patienten und die Möglichkeit, die großen Geräte im Krankenhaus nutzen zu können.

 

Von Carola Korff

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