Mehr Kontrolle – weniger Krebs

BBV Kontrolle Krebs

Dr. Stefanie Weigel und Professor Walter Heindel zeigen hier einen Teil der Röntgen-Diagnostik.

 

Regelmäßige Kontrolle senkt das Risiko für Frauen, dass bei ihnen Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium entdeckt wird. Damit steigen gleichzeitig die Heilungschancen bei Brustkrebs überhaupt. Diesen Zusammenhang hat jetzt eine Studie am Universitätsklinikum in Münster (UKM) ans Licht gebracht.

 

Ein „relevanter Rückgang“ von fortgeschrittenen Brustkrebs-Fällen sei bei jenen Frauen verzeichnet worden, die „wiederholt an einem Mammografie-Screening“ teilnahmen, erklärte Dr. Stefanie Weigel am Freitag bei der Vorstellung der Studie im Referenzzentrum Mammografie des UKM. Durchgeführt wurde sie mit dem in Münster ansässigen Krebsregister NRW.
Analysiert wurde eine „Zweijahreserkrankungsrate“: Im Bereich Münster und Warendorf nahmen rund 19 500 Frauen zwischen 50 und 60 erstmalig an einem Screening (Röntgen) in einer Arztpraxis teil, rund 18 000 weitere Frauen bereits ein zweites Mal. Für fortgeschrittene Tumore fiel die Rate der Entdeckungen bei der „erfahrenen“ Gruppe mit 0,26 Prozent deutlich niedriger aus als bei den „Neulingen“ mit 0,48 Prozent.

 

„Günstigere Tumorstadien bedeuten eine bessere Prognose und mehr Lebensqualität für die Betroffenen“, sagte Professor Walter Heindel, Leiter des für NRW zuständigen Referenzzentrums und Direktor des Instituts für Klinische Radiologie. Durch Früherkennung könne im Erkrankungsfall „immer häufiger die Brust erhalten und auf eine Chemotherapie verzichtet werden“. Anfangsstadien des Krebses würden im Vergleich zum Jahr 2005 deutlich früher entdeckt.

 

Die Studie wurde im Zusammenhang mit dem zehnjährigen Bestehen des Mammografie-Screenings in NRW vorgestellt. Die Strahlendosis des Screenings spiele heute übrigens gesundheitlich eine „untergeordnete Rolle“, so Weigel: „Die digitale Technik hat die Strahlendosis stark reduziert.“

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