MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie)

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Zusammenfassung:

Die MRT ist ein diagnostisches Verfahren, das die räumliche Darstellung von Körperregionen ermöglicht. Der Patient liegt in einer 1,5 m langen offenen Röhre. Während der Untersuchung entstehen Klopfgeräusche, die gut toleriert werden. Es wird mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen die Verteilung der Wasserstoffatome im Körper gemessen. Zur Darstellung von Blutgefäßen, Tumoren oder Entzündungen werden gadoliniumhaltige Kontrastmittel verabreicht. Mit Hilfe aufwendiger Computersysteme entsteht ein digitales Bild. Es kommen keine Röntgenstrahlen zum Einsatz. Bei Patienten mit Herzschrittmachern und elektronischen Implantaten kann kein MRT durchgeführt werden. Zahnersatz, feste Spangen, künstliche Gelenke sind unbedenklich.

 

 

Eine alternative, synonyme Bezeichnung der „Magnet-Resonanz- Therapie“ ( MRT) ist „Kernspintomographie“. Die gelegentlich verwendete Abkürzung MRI stammt vom englischen Fachbegriff Magnet Resoance Imaging.

 

Die MRT ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. Mit dem MRT kann man Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben.

 

Die MRT basiert auf sehr starken Magnetfeldern sowie elektromagnetischen Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich, mit denen bestimmte Atomkerne (meistens die Wasserstoffkerne/ Protonen) im Körper angeregt werden. Im Gerät wird keine Röntgenstrahlung oder andere ionisierende Strahlung erzeugt oder genutzt.

 

Zahlreiche spezielle MRT –Verfahren wurden entwickelt, um außer Lage und Form der Organe auch Informationen über Ihre Mikrostruktur und Funktion darzustellen.

 

Man unterscheidet die MRT- Systeme nach Ihrer Bauform. Es gibt geschlossene und offene MRT-Systeme. Während geschlossene Tunnelsysteme bedingt durch ihren Aufbau im Vergleich bessere Bilddaten liefern, ermöglichen offene MRT-Systeme den Zugang zum Patienten unter MRT-Kontrolle.

 

Der Vorteil der MRT ist die gegenüber anderen bildgebenden Verfahren in der diagnostischen Radiologie oft bessere Darstellbarkeit vieler Organe. Manche Organe werden erst durch die MRT-Untersuchung darstellbar (z.B. Nerven- und Hirngewebe). Durch Variation der Untersuchungsparameter kann eine sehr hohe Detailerkennbarkeit erreicht werden. Diese übertrifft die Darstellbarkeit im Röntgen, wie auch die Computertomographie. Eine weitere Verbesserung ergibt sich durch zwei Aufnahmeserien, ohne und mit Kontrastmittel. Durch die Gabe von Kontrastmittel werden durch eine intensivere Weißfärbung Entzündungsherde oder auch vitales Tumorgewebe besser erkannt. Sehr selten kann eine allergische Reaktion auf das Kontrastmittel auftreten, wobei die MR-Kontrastmittel in der Regel wesentlich besser vertragen werden als die jodhaltigen Röntgen-Kontrastmittel.

 

 

Kontraindikationen für das MRT sind:

 

  • Patienten mit einem Herzschrittmacher
  • Metallsplitter oder Gefäßclips aus ferromagnetischem Material in ungünstiger Lage
  • Frauen, die sich in der 1.-13. Schwangerschaftswoche befinden
  • Gehörlose mit einer speziellen Hörprothese
  • Patienten mit einer implantierten Insulinpumpe
  • Patienten mit einer großflächigen Tätowierung im Untersuchungsgebiet

 

Bei starker Platzangst kann ggf. die Gabe von einem Beruhigungsmittel in der Radiologischen Praxis erfolgen.

 

Die Dauer einer MRT- Untersuchung hängt vom untersuchten Körperabschnitt, von der klinischen Fragestellung und vom verwendeten Gerät ab. Je höher die gewünschte Detailauflösung, desto länger ist die zu veranschlagende Untersuchungszeit. Häufig werden zwei Aufnahmeserien erstellt, zuerst eine ohne und anschließen mit Kontrastmittel. Die häufig durchgeführte Untersuchung des Kopfes dauert typischerweise 25- 30 Minuten, eine Lendenwirbelsäulen-Untersuchung in der Regel etwas 20 Minuten.

 

Während der Untersuchung sind laute Klopfgeräusche zu hören. Es werden innerhalb von Millisekunden starke Magnetfelder auf- und abgebaut. Die entstehenden elektromagnetischen Kräfte ziehen dabei so stark an den Spulenverankerungen, dass laute klopfende bzw. hämmernde Geräusche auftreten, die je nach gefahrener Sequenz unterschiedlich sind. Dem Patienten wird deshalb bei der Untersuchung ein Kopfhörer mit Musik aufgesetzt. Die Geräusche werden meistens von den Patienten sehr gut toleriert, da die Klopfgeräusche durch den Gehörschutz stark reduziert werden.

 

Sie haben während der Untersuchung die Möglichkeit, mit einer Klingel und einer Gegensprechanlage mit dem Personal Kontakt aufzunehmen. Wichtig ist während der gesamten Untersuchung, dass Sie absolut entspannt und still liegen bleiben, da sonst Bewegungsunschärfen auf den Bildern eine Auswertung unmöglich machen.

 

Da Sie während der Untersuchung in einem starken Magnetfeld liegen, ist es wichtig, dass alle metallischen Gegenstände (wie z.B. Uhr, Brille, Schmuck, BHs oder Mieder mit Metall, Prothesen, Schlüssel, Portemonnaie, Haarspangen etc.) abgelegt werden.

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